Ankunft der ersten Fachkräfte aus Usbekistan: Einstieg in den betrieblichen Alltag

Mit der Ankunft der ersten Fachkräfte aus Usbekistan in Deutschland am 8. Januar erreicht das FIT-Projekt eine neue Phase. Aus Bewerbungsgesprächen, Zusagen und Vorbereitungen wird nun betrieblicher Alltag. 

Vom Bewerbungsgespräch zur Arbeitsaufnahme 

Die beiden Fachkräfte konnten die Haustechnik Brandenburg GmbH in Online-Bewerbungsgesprächen von ihren Qualifikationen überzeugen. Der Betrieb greift dabei auf Erfahrung in der internationalen Fachkräftegewinnung zurück: Schon im Rahmen des ProjektsHabiZu – Handwerk bietet Zukunft“ stellte dieser Fachkräfte aus Bosnien und Herzegowina ein. 

Nun verstärken ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie ein Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik das Team. Beide verfügen über in Usbekistan abgeschlossene Berufsausbildungen, die sie im Rahmen des Projekts anerkennen lassen werden und bringen mehrjährige Berufserfahrung mit. Ab Anfang der kommenden Woche starten sie nicht nur in die betriebliche Einarbeitung, sondern zugleich mit den Anpassungsqualifizierungen, die Teil des Anerkennungsverfahrens sind.

Begleiteter Start im Betrieb

Mit der Arbeitsaufnahme beginnt eine Phase, die für den weiteren Verlauf entscheidend ist. In den ersten Tagen und Wochen stehen das Kennenlernen von Arbeitsabläufen, Sicherheitsstandards und Teamstrukturen im Mittelpunkt. Gleichzeitig gilt es, sich im neuen beruflichen und gesellschaftlichen Umfeld zurechtzufinden. 

Unterstützt werden Betrieb und Fachkräfte dabei von Astrid Kühnicke (HWK Potsdam). In ihrer Rolle als Fachkräfteeinwanderungsberaterin begleitet sie den Übergang in den Arbeitsalltag, hilft bei organisatorischen Fragen und steht als feste Ansprechpersonen zur Verfügung. Diese kontinuierliche Begleitung entlastet den Betrieb und schafft Verlässlichkeit auf beiden Seiten. Allen Handwerksbetrieben innerhalb der Pilotregionen des FIT for German Climate Businesses-Projekts stehen solche Fachkräfteeinwanderungsberater*innen aus den jeweiligen Handwerksorganisationen zur Verfügung.

Erwerbsmigration in der Praxis 

Am Beispiel der beiden Fachkräfte wird deutlich, wie Erwerbsmigration im Handwerk praktisch funktioniert: Berufliche Qualifikationen werden geprüft und eingeordnet, Möglichkeiten zur Anerkennung des ausländischen Berufsabschlusses geboten, Sprachkenntnisse gezielt aufgebaut und betriebliche Einarbeitung strukturiert begleitet. Für Betriebe bedeutet das verlässliche Rahmenbedingungen – für Fachkräfte einen klaren und planbaren beruflichen Einstieg im Handwerk in Deutschland.